Metallverpackungsindustrie – mit positiver Stimmung trotz leichter Rückgänge im Jahr 2013

07.05.2014

Düsseldorf, 7. Mai 2014 – Trotz leichter Einbußen bei den produzierten Verpackungsmengen und Umsätzen im Jahr 2013 blickt die deutsche Metallverpackungsindustrie angesichts guter Konjunkturprognosen und positiver Käuferstimmung zuversichtlich in die Zukunft. Ursachen für das rückläufige Ergebnis des vergangenen Jahres sieht die Branche vor allem in einem zeitweilig reduzierten Bedarf seitens einiger Abnehmermärkte.

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland aus insgesamt rund 1,7 Mio. Tonnen Aluminium und Stahl Verpackungen und -verschlüsse aus Metall hergestellt. Im Vergleich zum Vorjahr sank dabei die Produktionsmenge um 3,4 Prozent. Dementsprechend schloss die Branche mit einem Gesamtwert der produzierten Verpackungen von rund 5,3 Mrd. Euro gegenüber dem Jahr 2012 um rund 3,6 Prozent niedriger ab. Die einzelnen Metallverpackungssegmente entwickelten sich dabei durchaus unterschiedlich:

Metallverpackungsproduktion in Deutschland

Packmittel

 

2013

(1.000 t)

 

Veränd. zu 2012

(%)

 

2013

(Mrd. €)

 

Veränd. zu 2012

(%)

 

Schwerblech (Stahl)

 

 

750

 

- 0,5

 

1,774

 

1,8

 

Weißblech (Stahl)

 

 

449

 

- 2,6

 

1,102

 

- 8,7

 

Aluminium

 

 

388

 

- 2,0

 

2,225

 

- 2,4

 

Packhilfsmittel

 

 

114

 

- 24,0

 

0,212

 

- 24,3

 

Insgesamt

 

 

1.701

 

- 3,4

 

5,313

 

- 3,6

 

Quelle: Verband Metallverpackungen e.V. nach Angaben Stat. Bundesamt (vorläufig) und GADV

 

Bei Verpackungen aus Schwerblech blieb die Produktionsmenge im Jahr 2013 laut Statistischem Bundesamt mit 750.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Produktionswert hingegen stieg im Jahresvergleich um 1,8 Prozent sogar auf rund 1,8 Milliarden Euro an. Stahlverpackungen aus Schwerblech werden überwiegend im industriellen Bereich eingesetzt. Mit einer Blechdicke von mindestens 0,5 mm fassen sie Füllmengen von 50 bis 300 Litern beziehungsweise in einigen Bereichen noch deutlich größere Volumina.

Weißblechverpackungen, die sowohl im industriellen als auch im Konsumgüterbereich eingesetzt werden, werden aus besonders dünnem Verpackungsstahl gefertigt. Ihre Blechdicke liegt deutlich unter 0,49 mm. Die Bandbreite der Füllmengen reicht von Kleinstgebinden für 50 ml bis zu großen Verpackungen mit einem Fassungsvermögen von 40 Litern. Im Jahr 2013 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr 2,6 Prozent weniger Verpackungen aus Weißblech produziert. Dabei sank der Produktionswert um 8,7 Prozent.

Für die Nachfrage nach Aluminiumverpackungen ergab sich laut Angaben des Statistischen Bundesamtes und des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Verpackungshersteller (GADV) im Jahr 2013 ein Minus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze waren mit 2,4 Prozent ebenfalls leicht rückläufig.

Die moderaten Rückgänge bei der Herstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Metall resultieren in erster Linie aus einem zeitweilig reduzierten Bedarf in einzelnen Abnehmerbranchen. So litt die Nachfrage nach Verpackungen und Verschlüssen für Obst-, Sauer- und Gemüsekonserven unter dem witterungsbedingt schlechten Ernteverlauf des letzten Jahres. Auch in anderen Märkten, wie zum Beispiel der Bau- und der Automobilindustrie war das Abrufverhalten leicht rückläufig. Zudem sorgte die im letzten Jahr noch zu spürende Exportschwäche der chemischen Industrie für eine verhaltene Nachfrage nach Verpackungen in diesem Segment.

Konjunktur und (Branchen)events stimmen zuversichtlich
Für das laufende Jahr 2014 bleibt die Branche trotz hohen Kostendrucks und gestiegener Herausforderungen im europäischen Wettbewerb zuversichtlich gestimmt. Positive Signale ergeben sich unter anderem aus der Entwicklung des ersten Quartals 2014. Die Bevorratung seitens der Kunden und die insgesamt gute Konjunkturprognose für den Binnenmarkt lassen auf einen erfolgreichen Saisonverlauf hoffen. Zusätzliche Impulse verspricht sich die Industrie von Großveranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft und von Branchenevents wie der interpack 2014.

Gerade die umfangreiche Präsenz der Metallverpackungindustrie auf der Leitmesse für Verpackungstechnologie soll das Leistungsspektrum von Verpackungen und Verschlüssen aus Metall zu demonstrieren. Verpackungslösungen aus Metall sind durch ihre hohe Belastbarkeit, Schutzwirkung und Funktionalität optimal geeignet für die steigenden Füllgutanforderungen in nahezu allen Anwendungsbereichen.

Darüber hinaus soll die Schärfung ihres Nachhaltigkeitsprofils die Nachfrage nach Metallverpackungen stimulieren. Im Mittelpunkt des aktuellen interpack-Auftritts steht dementsprechend das Konzept „permanent material“. Es beschreibt die dauerhafte Verfügbarkeit des Werkstoffes Metall und seine Vorteile für die Nachhaltigkeitsstrategien vieler Hersteller von Lebensmitteln, Getränken und chemisch-technischen Produkten: Wer Metallverpackungen für seine Produkte wählt, wird Teil einer nachhaltigen Wertschöpfungskette, die auf dem geschlossenen Materialkreislauf von Metall und seiner einzigartigen Recyclingfähigkeit basiert.

Mehr Informationen über das Leistungsspektrum und die Nachhaltigkeit von Verpackungen und Verschlüssen aus Metall bietet die Sonderschau der interpack 2014 „Metal Packaging Plaza“ mit dem „Metal Packaging Forum“ in Halle 11/Stand A48 vom 8. bis 14. Mai in Düsseldorf.