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- Metallverpackungen schaffen Nachhaltigkeit

Modern und nachhaltig – Metallverpackungen erfüllen Ansprüche von Industrie und Verbrauchern

Düsseldorf/Nürnberg, 29. September 2009 - Ein Interview mit Jörg Höppner, Geschäftsführer des Verbands Metallverpackungen e. V. (VMV), zu den aktuellen Entwicklungen in der Nachhaltigkeitsdebatte.


Sie präsentieren auf der FachPack ein Modell, das zeigt, wo die Hersteller von Metallverpackungen ansetzen, um die CO2-Emissionen im Produktionsprozess zu senken. Gleichzeitig betont der VMV, wie wichtig ein vielschichtiger Ansatz in der Nachhaltigkeitsdebatte ist. Wo sehen Sie den Fokus, wenn es um Umwelt- und Klimaschutz geht?

Jörg Höppner: Die Reduktion von Treibhausgasen ist ein wichtiger Schritt im Herstellungsprozess, der sich direkt auf das Klima auswirkt. Entsprechend positiv ist er zu bewerten. Gleichzeitig aber gibt es aus unserer Sicht eine Vielzahl von Faktoren, die im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatte mindestens genauso wichtig sind. Recycling wirkt sich zum Beispiel nicht nur auf den messbaren CO2-Wert aus, sondern schont gleichzeitig wertvolle Ressourcen und trägt zur Abfallvermeidung bei. Metallverpackungen können dank ihrer Materialeigenschaften beliebig oft und ohne Qualitätsverluste den Wiederverwertungsprozess durchlaufen und sind deswegen zu wertvoll, um auf Deponien zu landen. Das zeigt auch die extrem hohe Recyclingquote in Deutschland von rund 91 Prozent. Solche Zusammenhänge sind bei der Bewertung einer Verpackung in Bezug auf ihre Umweltfreundlichkeit nicht zu vernachlässigen.


Wie sehen Sie vor diesem Hintergrund die verstärkten Bemühungen um einheitliche Kriterien wie den Carbon Footprint?

In Deutschland und weltweit gibt es viele Bemühungen um den Carbon Footprint, also die Messung der Treibhausgase, und ähnliche Instrumente. Das Ziel dabei soll sein, Umweltauswirkungen mess- und vergleichbar zu machen. Es gibt aber nicht nur unterschiedliche Herangehensweisen, sondern im jeweiligen Ansatz oft sogar noch verschiedene Methoden. Es nicht generell geregelt, welche Faktoren überhaupt in eine Analyse einfließen, mit welchem Gewicht sie berücksichtigt werden und welche Lebensabschnitte des Produkts eine Rolle spielen. Das macht deutlich, dass die gewünschte Vergleichbarkeit sich kaum herstellen lässt. Außerdem handelt es sich selbst bei einem vereinfachten Bewertungsmaßstab wie dem Carbon Footprint um ein sehr komplexes Instrument, das für den Verbraucher oft schwer nachvollziehbar ist. Deshalb ist es in der aktuellen Diskussion so wichtig, mit eingängigen Argumenten Orientierung zu geben. Wir tun dies, indem wir zum Beispiel über die Möglichkeiten aufklären, die im Recycling liegen. Die Vorteile, die das Recycling für einen sparsamen Umgang mit unseren Rohstoffen und für die Reduzierung der Treibhausgase bietet, sind ja leicht nachvollziehbar. Das versteht man auch ohne Carbon Footprint Label.


Wie sind Metallverpackungen abseits der positiven Recyclingeffekte aufgestellt? Gerade das Thema Energieverbrauch wirft oft Fragen auf.

Die gesamte Produktionskette von Metallverpackungen ist auf Energieeffizienz ausgerichtet. Bei Lebensmitteln in der Dose lässt sich das gut nachvollziehen. Das Scientific Certification Systems (SCS) in Kalifornien hat in einer Analyse geprüft, wie hoch der Energieaufwand bei frischen bzw. gefrorenen Lebensmitteln und Produkten aus der Dose von der Ernte bis zum Verzehr ist. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Lebensmitteldose in diesem Vergleich die energieeffizienteste Darreichungsform für Nahrungsmittel ist. Das liegt zum einen daran, dass der Energieaufwand bei der Abfüllung deutlich geringer ist als beim Einfrieren. Zum anderen sorgt der hohe Schutz vor Licht und Luft dafür, dass sie lange Zeit ohne Kühlung aufbewahrt werden können. Auch die Zubereitung erfolgt schnell, da nur noch kurze Garzeiten nötig sind. Bei flachen und weit geöffneten Schalen ist sogar die Erhitzung in der Mikrowelle möglich.


Gibt es denn weitere Umweltvorteile, die nicht direkt mit dem Recycling in Zusammenhang stehen?

Metallverpackungen bieten einen außergewöhnlich hohen Produktschutz, der ebenfalls Auswirkungen in diesem Kontext hat. So gibt Metall uns die Sicherheit, gefährliche Güter zuverlässig zu transportieren. Denn es schützt nicht nur das Füllgut vor äußeren Einflüssen, sondern auch die Umwelt vor dem Produkt. Weil das Material den Inhalt so zuverlässig vor äußeren Einflüssen bewahrt, haben zum Beispiel Lebensmittel aus der Dose eine überdurchschnittlich lange Haltbarkeit. Da der Inhalt nicht so schnell verdirbt, steht er genau dann zur Verfügung, wenn er benötigt wird. Entsprechend selten müssen Lebensmittel aus der Dose wegen Haltbarkeitsproblemen weggeworfen werden. Bedenkt man, dass zum Beispiel in Großbritannien fast ein Drittel aller Lebensmittel unverzehrt im Müll landet, weiß man diesen Vorteil zu schätzen. Erst recht, wenn man bedenkt, dass Obst und Gemüse aus der Dose beim Vitamingehalt durchaus mit frischen Produkten vergleichbar sind, wie eine Studie des Instituts für Lebensmittelqualität in Willich, der Hochschule Niederrhein und Fresenius bewiesen hat. Mit Metall steht also ein Verpackungsmaterial zur Verfügung, das nicht nur moderne Convenience-Ansprüche von Verbrauchern erfüllt, sondern gleichzeitig als nachhaltige und umweltfreundliche Lösung überzeugt.


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