Metallverpackungsindustrie mit leichten Zuwächsen

06.09.2012

Die deutsche Metallverpackungsindustrie hat das Jahr 2011 mit leichten Zuwächsen bei den produzierten Verpackungsmengen und den erzielten Umsätzen abgeschlossen. Dabei tendierten die verschiedenen Verpackungssegmente durchaus unterschiedlich. Nach wie vor bleibt der hohe Kostendruck beim Vormaterial in allen Bereichen der Metallverpackungsbranche spürbar.

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland insgesamt rund 1,75 Mio. Tonnen Aluminium und Stahl zu Verpackungen verarbeitet und damit eine Steigerung von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Mit rund 5,7 Mrd. Euro stieg der Wert der produzierten Verpackungen gegenüber dem Jahr 2010 um 2,3 Prozent an. Für die einzelnen Metallverpackungssegmente stellte sich die Entwicklung unterschiedlich dar:

Verpackungen aus Schwerblech werden überwiegend im industriellen Bereich eingesetzt. Mit einer Blechdicke von mindestens 0,5 mm fassen sie Füllmengen von 50 bis 300 Litern beziehungsweise in einigen Bereichen noch deutlich größere Volumina. Hier wurden im Jahr 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Steigerungen bei den produzierten Mengen von 9,3 Prozent erreicht, der Produktionswert wuchs um 7,6 Prozent an.

Gebinde aus Weißblech haben eine Blechdicke von maximal 0,49 mm und fassen Füllmengen bis zu 40 Litern. Sie werden sowohl in der Industrie als auch im Konsumgüterbereich verwendet. Die Menge der produzierten Weißblechverpackungen sank laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent. Demgegenüber stieg der Produktionswert um 1,5 Prozent an. 

Nach Angaben des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie verzeichneten die Hersteller von Aluminiumverpackungen im Jahr 2011 einen leichten Produktionsrückgang von minus 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der in erster Linie mit technischen Entwicklungen zusammenhängt.

Konjunktur und Vormaterialkosten wichtige Faktoren für weiteren Verlauf

Für das laufende Jahr 2012 richten sich die Erwartungen der deutschen Verpackungshersteller darauf, das Niveau des Vorjahres zu halten. Dabei werden die Entwicklung der Binnenkonjunktur, die weitere Nachfrage aus dem europäischen Ausland, zum Beispiel mit Blick auf die stark exportgeprägte chemische Industrie, sowie der weiterhin hohe Kostendruck durch das Vormaterial eine wichtige Rolle spielen.

Füllgutanforderungen sprechen für Metall

Positiv stimmt die Branche, dass der Großteil der Füllguthersteller nach wie vor zurückhaltend mit der Substitution in alternative Packmittel umgeht. Gründe dafür liegen in den hohen Anforderungen, die viele Füllgüter hinsichtlich Belastbarkeit, Schutzwirkung und Funktionalität an ihre Verpackungen stellen.

Metallverpackungen bieten nicht nur optimalen Schutz für sensible Güter, als dauerhafter und unzerstörbarer Werkstoff liefern Verpackungen aus Metall zudem eine wertvolle Basis für die Herstellung neuer Metallprodukte. Zusammen mit den hohen Recyclingquoten unterstützt der geschlossene Materialkreislauf von Metallverpackungen die Nachhaltigkeitsstrategien vieler Hersteller von Lebensmitteln, Getränken und chemisch-technischen Produkten.

Metallverpackungsproduktion in Deutschland

 

Packmittel

 

2011

(1.000 t)

 

Veränd. zu 2010

(%)

 

2011

(Mrd. €)

 

Veränd. zu 2010

(%)

 

Schwerblech

 

 

791

 

9,3

 

1,734

 

7,6

 

Weißblech

 

 

414

 

-4,6

 

1,260

 

1,5

 

Aluminium

 

 

415

 

-1

 

2,383

 

-1,2

 

Packhilfsmittel

 

 

127

 

0

 

0,326

 

4,3

 

Insgesamt

 

 

1.747

 

2,5

 

5,703

 

2,3

 

Quelle: Verband Metallverpackungen e.V. nach Angaben Stat. Bundesamt und GADV, 2012

 

Zum Verband Metallverpackungen e.V. (VMV) gehören rund 55 Unternehmen mit über 11.000 Beschäftigten. Es sind Hersteller von Metallverpackungen und Metallverschlüssen in Deutschland. Die Unterstützung der Mitgliedsunternehmen auf wirtschaftlichem, technischem und umweltpolitischem Gebiet sowie in der Öffentlichkeitsarbeit erfolgt auf Bundesebene. Darüber hinaus ist der VMV in ein europäisches und internationales Verbandsnetz integriert und trägt somit den zunehmend globalisierten Wirtschaftsstrukturen Rechnung.