Metallverpackungen schonen Umwelt und Ressourcen

13.05.2011

Industrie und Verbraucher legen Wert auf moderne Verpackungskonzepte. Dabei ist neben der Haltbarkeit von Produkten und innovativem Design vor allem ein nachhaltiges Konzept von Bedeutung. Die Hersteller von Verpackungen und Verschlüssen aus Metall nutzen die Vorteile ihres Materials effektiv und erfüllen dadurch wichtige Anforderungen an ein modernes, umweltfreundliches Packmittel.

Metallverpackungen und -verschlüsse werden aus Aluminium und Stahl hergestellt und sind dadurch zu 100 Prozent recyclingfähig. Die Wiederverwertung erfolgt beliebig oft und ohne Einbußen von Materialqualität. Zudem lässt sich Metall einfach und sortenrein trennen und ist leicht aufzubereiten.

Diese Materialvorteile drücken sich in konkurrenzlos hohen Recyclingraten aus: So konnten in Europa im Jahr 2009 rund 71 Prozent der Weißblechverpackungen und 63 Prozent der Getränkedosen aus Aluminium wiederverwertet werden. In Deutschland, wo das Recycling eine besondere Tradition hat, wurden sogar rund 92,5 Prozent der Weißblechverpackungen und über 82 Prozent der Verpackungen aus Aluminium wiederverwertet.

Bei der Verpackungsherstellung schont die hohe Recyclingrate von Aluminium und Stahl natürliche Ressourcen, senkt Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Das Recyceln von einer Tonne Verpackungsstahl spart zum Beispiel zwei Tonnen wertvoller Rohstoffe: 1,5 Tonnen Kohle und eine halbe Tonne Eisenerz. Auch der Wasserverbrauch sinkt um 40 Prozent, wenn man neues Metall mit Stahlschrott statt Eisenerz produziert. Da sich zudem der Energieverbrauch um 75 Prozent verringert, kann der CO2-Ausstoß dank Wiederverwertung um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Auf diese Weise können in Europa allein durch das Recycling von Weißblechverpackungen jährlich rund 4,8 Millionen Tonnen Eisenerz und 1,7 Millionen Tonnen Kohle eingespart werden. Das bedeutet eine Absenkung der Treibhausgasemissionen um 4,7 Millionen Tonnen.

Weniger ist mehr: Auch die kontinuierliche Gewichtsabnahme der Verpackungen ist ein wichtiger Aspekt, der zu mehr Nachhaltigkeit beiträgt. Beispielsweise wiegt eine 0,5l-Getränkedose aus Weißblech heute nur noch die Hälfte des Gewichts, das sie 1970 hatte. Das zahlt sich sowohl auf der Kostenseite als auch bei der Ressourcenschonung aus.

Welch enormer Beitrag hier insgesamt für die Umwelt geleistet wird, zeigt ein Blick zurück: Obwohl in den letzten zwanzig Jahren der Markt für Lebensmittel- und Getränkedosen um 57 Prozent gewachsen ist, sind im gleichen Zeitraum die Netto-CO2-Emissionen um 50 Prozent gesunken.

Der Verband Metallverpackungen e.V. (VMV) präsentiert das Thema Nachhaltigkeit auf der diesjährigen Messe interpack vom 12. bis 18. Mai. In Halle 11 ist die Sonderschau Metal Packaging Plaza Treffpunkt der Metallverpackungsbranche und deren Zuliefererindustrie. Im Kernbereich, dem Metal Packaging Forum, informieren Experten der Gastgeber Empac und VMV neben Nachhaltigkeit über die Themen Sicherheit und Convenience. Neben individuellen Gesprächsmöglichkeiten finden in dem Forum zwei Mal täglich (12 Uhr und 16 Uhr) Vorträge statt.